Konstellationen als Lösungen

Der Mensch muss sich lebenslang, ob er will oder nicht, mit seiner schicksalhaften inneren Konflikthaftigkeit herumschlagen. Die eigenen Unzulänglichkeiten und Fähigkeiten spiegeln sich in den ‚himmlischen Konstellationen‘. Um den eigenen Grundbedürfnissen (nach Arbeit, Wohnung, Freizeit, Partnerschaft) annähernd gerecht zu werden oder realistische Ziele ins Auge zu fassen, lassen sich mit Hilfe der ‚Sterne‘ Wahlmöglichkeiten erkunden.

 

Sich neu aufstellen mit dem Geburtshoroskop

Als Hauptwerkzeug der Astrologie, gleichsam eine Blaupause des Daseins, bildet das Geburtshoroskop den Geburtshimmel ab. Dessen (An-)Ordnung veranschaulicht bestimmte Muster des In-die-Welt-gestellt-Seins, die schicksalhafte Bedeutung haben. Im Erschließen dieser Muster anhand der Planetenkonstellationen geht es nicht darum – und dies ist der entscheidende Unterschied zur klassisch-deterministischen Horoskopdeutung – unumstößliche ‚Wahrheiten‘ über sein Schicksal zu finden. Vielmehr lässt sich dabei der eigene (rote) Lebensfaden entdecken, an dem man sich immer wieder orientieren kann, um neue Wege und Wirklichkeiten zuzulassen (einem ‚Orientierungslauf' ähnlich) - auf der Suche nach unserem wahren Wesen und den damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten.

Die eigenen kosmiGeburtshoroskopschen Ordnungsmuster zu betrachten, bringt Licht ins Dunkel.  Es sind vor allem. die Wechselwirkungen zwischen Sonne, Mond und dem aufgehenden Sternzeichen (Aszendent), welche davon erzählen, was uns das Leben bietet und was es uns auferlegt.  (Zu einer Einführung in das ABC der Astrologie siehe die Buchempfehlungen in # Extras)            

Beispiel für ein Geburtshoroskop 

Die Konstellation spiegelt Problem und Lösung zugleich

Die Einzigartigkeit eines jeden Menschen wird an der Vielzahl seiner individuellen Geburtskonstellationen sichtbar. (Es gibt keine zwei identischen Geburtsbilder oder Kosmogramme, wie man sie auch heißen kann, auch nicht bei Zwillingsgeburten.) Wie erleben uns abwechselnd sowohl in die Welt eingebettet als auch getrennt von ihr. Über diese Grunderfahrung bauen wir unsere individuelle Wirklichkeit auf. Dieser Prozess wird durch die Konstellationen von Sonne und Mond (den wichtigsten im Horoskop) widergespiegelt. Diese ‚Lichter‘ verkörpern Kräfte in uns, über die wir mit der Welt in Beziehung treten und uns mehr oder weniger darin aufgehoben fühlen. Während wir uns über die Kräfte des Mondes mit der Umwelt verbinden, indem wir sie wahrnehmen und dabei unsere Bedürfnisse entdecken, unterscheiden wir uns vom ‚Volk‘ durch die Sonne, die unsere Einzigartigkeit als bewusste Wesen fördert. Der Planet Merkur übernimmt dabei die Vermittlerrolle, indem er aus den zahllosen Eindrücken, die wir von der Welt empfangen, diejenigen auswählt, die uns zum Handeln motivieren. Ist der Prozess des Sich-Hingebens an die Welt und des Sich-(wieder) die-Freiheit-Nehmens, um bei sich zu sein, aus dem Gleichgewicht oder nicht mehr im Fluss, verlieren wir entweder unsere Grenzen und vermengen uns zu sehr mit der Masse, oder wir kapseln uns davon ab und laufen Gefahr, uns zu isolieren.

 

logo stgDieser Regelkreis der Sonne-Mond-Merkur-Konstellation ist gleichsam auch ein ‚Hotspot‘ (Brennpunkt) für die Gesundheitspflege, da er ungesunde Verhaltensmuster aufzeigt und geeignete Anpassungen ermöglicht. Ein ständiges Ungleichgewicht im Wechselspiel von Verbindung und Trennung mit bzw. von der Umwelt wirkt sich ungünstig  auf unser Wohlbefinden aus und ist nicht zuletzt auch Ursache von Beziehungsproblemen.  

Die Freiheit der Wahl    

Eine gestörte Wechselbeziehung zwischen Individuum und Welt verursacht Leid. Leiden heißt (auch), die Freiheit der Wahl verloren zu haben. Um sie wiederzugewinnen, gilt es Wege zu finden, die Welt mit anderen Augen zu sehen (Mond) und anders zu handeln (Sonne).

HermesDie Position des Planeten Merkur im Geburtshoroskop zeigt uns das Spektrum unserer Wahlmöglichkeiten auf. Welches Verhalten wir von unseren Verhaltensmodalitäten dabei an den Tag legen (Sonne) hängt zuallererst davon ab, welche Bedeutung wir einer Sache geben (Merkur). Was uns Angst einflößt, lässt uns Abstand nehmen; freudige Aussichten hingegen wirken verbindend (Mond). Wenn wir einer Angelegenheit mehr als nur eine Bedeutung abgewinnen können, haben wir mehr Freiraum in unserem Verhalten. Unsere individuelle Sonne-Mond-Konstellation bietet uns einen kreativen Zugang zu neuen Bedeutungsinhalten und damit Alternativen, im Einklang mit unserer wahren Natur und damit gesünder zu leben. Wenn wir uns darauf einlassen, unsere Eindrücke von der Welt zu hinterfragen und unseren Horizont für neue Visionen zu öffnen (also einen Silberstreif zu erblicken), kommt Veränderung in Gang. Dann erleben wir uns, kurz gesagt, zunehmend als Gestalter denn als Opfer unserer Wirklichkeit.

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