Der sexuell-erotische Tierkreis

von Klemens Ludwig www.astrologie-ludwig.de

(mit freundlicher Genehmigung von MERIDIAN, erschienen in Nr.3/2015 www.meridian.de)

 

Widder

WidderBekanntlich steht der Widder am Anfang, und diesen Platz wird er immer ver­teidigen ~ auch im Bett und ohne Umwege. Vorspiel? Wie langweilig! Schmu­sen? Einstimmen? Zum Einschlafen!

Das Tempo der Eroberung macht den besonderen Kick aus. Seine Erregung ist ohnehin ziemlich losgelöst von Emotionen. Der Widder will erobern, und zwar nicht etwas Abstraktes wie ein Herz, sondern ein konkretes, leibhaftiges Gegenüber, das möglichst auch noch für andere begehrenswert ist, so dass die Eroberung entsprechend gewürdigt wird. Befindet sich das Objekt der Begierde schon in anderen Händen, steigert das nur den Reiz. Widder sind mutig und gehen für eine wirklich attraktive Eroberung jedes Risiko ein.

Stier

StierDer Stier ist geballte Sinnlichkeit. Die vollen Lippen, der vielversprechende Blick, die üppigen Formen, nicht nur der Stier-Frau, die durch geschmack­volle Kleidung unterstrichen wird, die Freude an kulinarischen Genüssen; all das kennzeichnet ihn.

Wenn er sich auf reine Triebbefriedigung in einer wenig anspruchsvollen Umgebung einlässt, muss er schon sehr ausgehungert sein.

Das Vorspiel kann gar nicht lange genug dauern und beginnt am besten mit einem schönen Mahl und einer guten Flasche Wein. Reizwäsche und ange­nehme Düfte rufen großes Entzücken hervor, denn er genießt mit den Au­gen, der Nase oder der Zunge.

Seine Leidenschaft entfacht sich langsam, ist es aber so weit, gibt es kein Halten mehr. Die letzte Vereini­gung kann sich lange hinziehen, der Weg zum Orgasmus hat seinen eigenen Reiz. Nur eines darf nicht sein, Stress und Leistungssport.

Zwillinge

ZwillingeDer Zwilling ist ein Luftikus, auch im Bett. Immer offen für Neues, doch sel­ten bereit, sich tiefer darauf einzulassen. So ist er ein Meister im Flirten: aufgeweckt, witzig, redegewandt, nie um eine Pointe verlegen und gern mit mehreren Personen gleichzeitig. Ist die Flirtphase vorbei, wird der Zwilling unsicher, und das Gefühl steigert sich noch, wenn er beim Gegenüber ein Bedürfnis nach Verbindlichkeit spürt.

Dagegen erweist er sich als ausgesprochen anpassungsfähig. Liebt der Partner die schnelle Nummer, wird sich der Zwilling darauf einlassen; steht das Gegenüber auf sinnlicher Zelebration, entzieht er sich ebenso wenig. Er mag außergewöhnliche Erfahrungen, Experimente, Neues jeder Art, denn Abwechslung geht vor Einlassen. Beim Zwilling läuft viel über den Kopf und er wird selten einer Vorliebe oder einer Praxis so weit verfallen, dass er darüber seine Lust auf Neues vergisst.

Krebs

KrebsWenn es ums Spüren, Verbinden und Verschmelzen geht, ist der Krebs in seinem Element. Schnelle Eroberung geht nicht, und es macht ihm nicht viel aus, mit dem ersten Mal lange zu warten. Die Vorstellung von Sex ohne Liebe ist schlimmer als die Angst, sitzenzubleiben.

Eine schöne, kuschelige Umgebung, am besten in Plüsch, eine Höhle oder ein Himmelbett regen seine erotische Aktivität an. Schmusen und verbale Liebesbekundungen tun ihr Übriges. Langsam, aber stetig steigert sich die Lust. Stimmt die Umgebung, kann der Krebs eine grenzenlose Leidenschaft, Hingabe und Ausdauer ent­wickeln. Aber selbst in der intensivsten Erregung wird er nicht die Bedürfnisse des Gegenübers aus den Augen verlieren.

Der Orgasmus ist ein gigantisches Erlebnis, weil dabei für kurze Zeit sein Bedürfnis nach Verschmelzung vollkommen befriedigt wird. Und so versucht er, ihn so lange wie möglich zu halten und zu verweilen.

Löwe

LöweDer König der Tiere muss auch im Bett das Sagen haben. Kann sich das Gegenüber darauf einlassen, wird es richtig gut, denn der Löwe ist ausgesprochen verspielt; insofern ist auch das Vorspiel wichtig. Einmal in Fahrt,

ist der Löwe durchaus bereit, das Gegenüber am Glanz der eigenen Einzig­artigkeit teilhaben zu lassen, und auch bei der Befriedigung des Partners will sich der Löwe von niemandem in den Schatten stellen lassen. Dennoch bleibt der eigene Orgasmus natürlich das letzte Ziel. Ein verlässliches Mittel, seine Potenz und Lust langfris­tig sicherzustellen, besteht darin, als Partnerin (oder Partner) der Welt bereitwillig zu verkünden, wie außer­gewöhnlich ihr Löwe im Bett ist. Sollte dabei geflunkert werden, dient das der Sache und fällt garantiert nicht auf. Da der Löwe seine Einzigartigkeit gern einem größeren Publikum unter Beweis stellt, mag er Swinger-Clubs oder erotische Partys. Angst vor Konkurrenz liegt ihm fern. Kritisch wird es erst, wenn mehr als ein Löwe auftaucht...

Jungfrau

JungfrauDie Jungfrau ist nicht die Verführerin, die auf den ersten Blick betört, aber ge­wiss auch nicht so frigide wie ihr Name (oder bisweilen ihr Ruf). Ihre Lust zu wecken, benötigt mehr als ein paar äußere Reize, aber es lohnt sich.

Die Jungfrau geht die Erotik, wie alles im Leben, pragmatisch an. Sie gestaltet ein schönes Liebeslager. Auf Reizwäsche oder Stimulationsmittel legt sie selbst weniger Wert, zeigt sich dem gegenüber jedoch offen, wenn der Partner es wünscht, wie sie überhaupt auf dessen Bedürfnisse eingeht, denn zum Sex gehören nun einmal zwei. Stimmt die Umgebung, kann die Jungfrau loslassen und sich in eine befreiende Ekstase steigern, die alles Nüchterne und Spröde abwirft. Mehr als jedes andere Zeichen achtet die Jungfrau auf »Saver-Sex«. Abenteuer mit unerwünschten Folgen - von einer Schwangerschaft bis zu Geschlechtskrankheiten - lie­gen ihr fern.

Waage

WaageDie Waage kann nur genießen und sich hingeben, wenn das Gegenüber auch etwas davon hat. Zudem benötigt sie eine geschmackvolle Umgebung, eine stil­volle Einrichtung, passende Farben, schöne Kleidung drüber wie drunter und wohlige Düfte. Wenn das alles passt, erweist sich die Waage als die perfekte Genießerin. Sie lässt sich ebenso gern verwöhnen wie sie selbst verwöhnt.

Ihre hohe Sensibilität kann auch dazu führen, dass sie sich leicht irritieren lässt. Schmeckt oder riecht der Geliebte einmal etwas anders als gewohnt, oder ist er nicht ganz so gepflegt, wie sie es kennt, kann das ihre Lust nachhaltig beeinträchtigen. Vermutlich kommt kein Zeichen mit so sanf­ten Berührungen zum Orgasmus wie die Waage. Und wenn sie den Höhepunkt eng umschlungen gleich­zeitig mit dem Partner erlebt, dann möchte sie dieses Gefühl des Einsseins so lange wie möglich auskos­ten. In der totalen Vereinigung spürt die Waage ihre eigene Persönlichkeit selbst am besten.

Skorpion

SkorpionIntensität, Leidenschaft, Tiefgang, Grenzerfahrungen - das sind die The­men des Skorpions auch in der Sexualität. Die Umgebung spielt dabei kei­ne besondere Rolle; nur eines mag er nicht, »Blümchen-Sex«, denn der er­möglicht keine Grenzerfahrungen. Dagegen ist der Sadomasochismus die Domäne des Skorpions, denn Machtspiele und Schmerzen empfindet er als stimulierend.

Auch alle sonstigen Tabus und Verbote reizen ihn, etwa Sex an unerlaubten Orten, vor allem wenn sie mit dem Tod zu tun haben wie Friedhöfe oder Leichenhallen. Auf das Gegen­über nimmt er nicht die größte Rücksicht, und sich gegen ihn aufzulehnen, ist nicht unbedingt ratsam. Das kann sich nur jemand erlauben, der auch sehr stark ist. Der Orgasmus selbst ist von höchster Intensität und Tiefe und droht das Gegenüber zu verschlingen. Wird diese Intensität erwidert, entfaltet sich die sexu­elle Energie in ihrer intensivsten Form.

Schütze

SchützeDer Schütze will hoch hinaus - und das auch im Bett Sex einfach nur so ist ihm zu wenig, und Spaß allein reicht auch nicht immer als Motivation.

Wenn er ein Gegenüber gefunden hat, das seine geistigen Höhenflüge mit­macht, wird die Erotik großartig, denn der Schütze ist feurig, leidenschaft­lich und hemmungslos. Auf Schmusen, Kuscheln und ein langes Vorspiel legt er nicht viel Wert; er liebt stattdessen Bewegung, Abwechslung und Ak­tion. Ist das Gegenüber dafür nicht wirklich zu begeistern, versucht er sei­nem Anspruch entsprechend tolerant zu sein. Irgendwann wird sein leiden­schaftliches Temperament aber wieder durchbrechen - ihn zeichnet etwas Unberechenbares aus. Das kann für manche Partner den besonderen Kitzel ausmachen. Vehement drängt der Schütze auf seinen Or­gasmus. Auf langes Nachspüren legt er wenig Wert. Wenn das Gegenüber ein Bedürfnis danach hat, kann er vielleicht durch philosophische Gespräche über den Sinn des Lebens und der Sexualität dazu motiviert werden.

Steinbock

SteinbockDisziplin, Ordnung, Struktur - seinem zweifelhaften Ruf wird der Steinbock auch in der Sexualität gerecht. Es bedarf viel, um ihn zu verführen, denn schließlich gibt es wichtigere Dinge im Leben, allen voran die Karriere, aber auch die gesellschaftlichen Verpflichtungen. Hat der Steinbock seine Arbei­ten erledigt und vielleicht sogar seine Ansprüche losgelassen, geht er die Se­xualität zunächst nüchtern an. Aufreizer benötigt er nicht unbedingt. Selbst wenn er bereits sehr erregt ist, fällt es ihm schwer, die Kontrolle völlig abzu­geben; dagegen beherrscht er es, seinen Orgasmus hinauszuzögern. Was ihm an Leidenschaft fehlt, gleicht er durch Kondition aus. Ein sicheres Aphrodisiakum ist es, seinen Ehrgeiz anzustacheln, denn Sex aus pu­rer Lust ist ihm zu banal. Sex als eine Art von Leistungssport ist eine erregende Herausforderung für den Steinbock. Dann kann er zurn Grenzgänger werden, der sich durch die Sexualität selbst erfährt und keine Tabus mehr akzeptiert.

Wassermann

WassermannDer Wassermann will das Extravagante, das Außergewöhnliche. Überkom­mene Normen und Ordnungen akzeptiert er nicht. So ist er offen für alles im Bett, was anders ist als die Masse. Dem Sex zu zweit kann er vor allem an ungewöhnlichen Orten oder in ungewöhnlichen Stellungen viel abge­winnen. Da er luftige Höhen liebt, dürfte die Vorstellung von einer Vereini­gung auf dem Dach eines Hochhauses oder im Flugzeug sehr stimulierend wirken. Logisch, dass der Partner eine große Offenheit und Experimentier­freude mitbringen sollte, damit es richtig funkt. Überhaupt ist der Wassermann sehr wählerisch mit sei­nem Gegenüber. Das Zusammensein muss auch geistig-intellektuell gut passen.

Doch selbst wenn die Voraussetzungen stimmen, bleibt ein Schatten, über den der Wassermann kaum springen kann. Es fällt ihm schwer, sich richtig einzulassen, denn er fürchtet, damit seinen Freiheitsdrang einzuschränken. Digitaler Sex ist wie geschaffen für den Wassermann; die zahllosen erotischen Webcams garantieren ständige Abwechslung und alle denkbaren Spielarten.

Fische

FischeSpüren, Ahnen, Sehnen ..., die Sehnsüchte des Fisches finden in der Sexualität ein wunderbares Feld, um sich zu entfalten. Vordergründig erscheint der Fisch zunächst wenig greifbar, weil er keine besonderen erotischen Vorlieben mit­bringt. Er ist offen für vieles und benötigt keinen besonderen Kick, um erregt zu werden. Die vertraute Zweisamkeit mit dem Partner, der sich ganz hingibt, ist das stärkste Aphrodisiakum. Dabei ist er auch ohne Worte ausgesprochen sensi­bel für die Stimmung und Bedürfnisse des Gegenübers. Bei zwei Fische-Persönlichkeiten kann sich die Se­xualität im Laufe der Zeit zu einem harmonischen Ritual der Übereinstimmung entwickeln, das keine Wor­te mehr benötigt. In der sexuellen Verschmelzung ist der Fisch ganz präsent. Sie ist für ihn das Ziel seiner Wünsche, denn dadurch erfährt er die Auflösung seiner eigenen Grenzen. Diese Verschmelzung ist mehr als der bloße Orgasmus. Der Fisch trachtet danach, sie weit über den Höhepunkt hinaus auszudehnen und sich von der sexuellen Energie davontragen zu lassen ins Reich der Träume und Phantasien.

(mit freundlicher Genehmigung von Klemens Ludwig www.astrologie-ludwig.de)

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