Über die Wahl-sagerei und Pluto als kosmisches Programm (06.12.16)

Referendum Verfassungsreform Wahlabend 4.12.2016, 23:00 MEZ Rom, I, 12E28, 41N53

Der regenverhangene Novemberhimmel gewährte den Sternschnupperern leider nur kurze Augenblicke freudiger Erwartung. Zumindest der Super-Mond hat sich blicken lassen. Hatte wohl etwas von The Donald in sich, der – immerhin unter einem Vollmond geboren – im gleichen Zeitraum groß-größer-am größten geworden ist.

Nicht nur die großen amerikanischen Astrologen haben fast ausschließlich auf einen Sieg von Hillary Clinton gewettet. Gekommen ist es anders. Und darüber freuten sich umso mehr die Astrologie-Kritiker. Das Ergebnis war denkbar knapp, denn Hillary erreichte schließlich die Stimmenmehrheit. Das andere Ende haben die ‚unabhängigen‘ Wahlforscher mit all ihrem Drum und Dran aber auch nicht herausgekriegt. Der Wunsch war wohl einmal mehr der Vater des Gedanken. Claude Weiss, der Herausgeber der bekannten Fachzeitschrift Astrologie Heute, hatte als einer der wenigen Trump größere Chancen eingeräumt. Eine kleine Entschuldigung haben die Astrologen dennoch für den Flop: Von Frau Clinton gab es keine (der Voraussage zugrunde liegende) verlässliche Geburtszeit; drei unterschiedliche Angaben waren in Umlauf.

Der Weg ins Zentrum

lautet der aufschlussreiche Titel in No. 48 des Wochenmagazins ff von Günther Pallaver. Unabhängig vom Ausgang des italienischen Verfassungsreferendums und der österreichischen Bundespräsidentenwahl lässt sich dieser Weg anhand der Planetenbahnen nachzeichnen. Zur Abwechslung einmal meta­gnostisch, also im Rückblick. (Da Astrologie keine Glaubenssache ist, sollten die entsprechenden Zusammenhänge auch nachvollziehbar sein.)

Der Jupiter-Pluto-Zyklus hat bereits Mitte November eine länger anhaltende Quadratphase eingeläutet, d.h. die diesen beiden Planeten entsprechenden Energien stehen in starkem Widerspruch zueinander. Der Machtanspruch (Pluto) der politischen Kontrahenten mit ihrem jeweiligen Glaubensbekenntnis (Jupiter) und den gebetsmühlenartigen Gewissheiten entsprach ganz und gar dieser astrologischen Konstellation! Die in beiden Ländern erfolgte Entscheidung spiegelt inhaltlich die polarisierende Weltanschauung (Jupiter) im kriselnden Euroraum hinsichtlich einer möglichen Bewältigung von Wachstumsschwäche, Bankenkrise und Flüchtlingsdilemma wider.

Seit dem Eintritt des (zu Unrecht zurückgestuften) Kleinplaneten Pluto im Jahr 2008 ist in der politischen Landschaft des Euroraumes ein anhaltender Rechtsruck unverkennbar (wie im zitierten Zeitungsbericht ausgeführt). Allein schon diese, nur alle 250 Jahre wiederkehrende, mächtige Tierkreisstellung fördert eine schleichende Rückkehr zu einem zentralistisch geführten Staatswesen von ‚nationalem Interesse‘, das für ‚Recht und Ordnung‘ (Steinbockzeichen) sorgt. Dieser bis 2023 anhaltende Prozess äußert sich darüber hinaus in einem allgemeinen Struktur- und Systemwandel (wie dem der heimischen SVP) sowie der subtilen Beeinflussung der Massen. Er führt nach und nach zu einer neuen Weltordnung (NWO), die wohl erst in 250 Jahren zu erwarten ist. Dabei handelt es sich um ein Urprinzip der Erdevolution, eine Zeitqualität, deren Erfüllungsgehilfen heutzutage als sogenannte Populisten in Erscheinung treten (dem Steinbock gegenüberliegenden Krebszeichen entsprechend). Daher ist Italiens Weg in Richtung Zentralstaat auch laut G. Pallaver in Europa keine Ausnahme. (Für Astrologiekundige: Horoskopbeispiel zur Gesamtstimmung des Wahltages)

Unserer begrenzten Freiheit sollte es auch in schwierigeren Zeiten gelingen, aus dem Gegeneinander ein Miteinander zu gestalten, wie es die großen Kirchen zum Reformationsjubiläum vormachen. Ein Lichtblick im Advent.